3. Quartal 2018

Bayer: Gute Geschäfts­entwicklung in schwierigem Umfeld – Konzern­ausblick bestätigt

  • Konzernumsatz 9,9 Mrd. € (Vorjahr: 8,0 Mrd. €; wpb. +1,9 %)
  • EBITDA vor Sondereinflüssen mit 2,2 Mrd. € (−0,1 %) auf dem Niveau des Vorjahres
  • Pharmaceuticals mit weiterhin guter Geschäftsentwicklung
  • Consumer Health mit wpb. Umsatzwachstum, Ergebnis durch Währung belastet
  • Crop Science akquisitionsbedingt mit deutlichem Umsatz- und Ergebnisanstieg – Integration erfolgreich gestartet
  • Animal Health mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen nach starkem Vorquartal
  • Einmalertrag aus Desinvestitionen von 3,9 Mrd. € (vor Steuern)
  • Konzernergebnis 2,9 Mrd. €
  • Bereinigtes Ergebnis je Aktie 1,19 €
  • Angepasster Ausblick 2018 für den Konzern bestätigt

Konzernzwischenlagebericht zum 30. September 2018

Wirtschaftliche Lage des Konzerns

Der Umsatz des Bayer-Konzerns stieg im 3. Quartal 2018 währungs- und portfoliobereinigt (wpb.) um 1,9 % auf 9,9 Mrd. €. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA blieb mit 2,2 Mrd. € (−0,1 %) auf Vorjahresniveau. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit 1,19 € (−17,9 %) erwartungsgemäß unter dem Vorjahresquartal.

Pharmaceuticals entwickelte sich erfreulich, der Umsatz erhöhte sich aufgrund von Mengensteigerungen, das Ergebnis profitierte von einem Einmalertrag aus einer Entwicklungskooperation. Bei Consumer Health konnten wir den Umsatz wpb. steigern, das Ergebnis war trotz einer positiven operativen Entwicklung rückläufig – aufgrund von Währungseffekten und Einmalerträgen im Vorjahresquartal. Crop Science verzeichnete wpb. einen deutlichen Umsatzrückgang infolge der bilanziellen Maßnahmen in Brasilien im Vorjahr. Die positive Ergebnisentwicklung war begünstigt durch den Beitrag von Monsanto. Erwartungsgemäß sanken Umsatz und Ergebnis bei Animal Health, im Wesentlichen bedingt durch Nachfrageverschiebungen in das 1. Halbjahr.

Unseren Ausblick für 2018 bestätigen wir für den Konzern auf Basis der akquisitionsbedingten Anpassungen im 2. Quartal.

Wesentliche Ereignisse

Am 7. Juni 2018 schloss Bayer den Erwerb der Monsanto Company mit Sitz in St. Louis, Missouri, USA (Monsanto) für 63 Mrd. USD inklusive übernommener Schulden ab.

Die zur Erfüllung der kartellrechtlichen Auflagen notwendigen Veräußerungen an BASF wurden für alle zu veräußernden Geschäfte exklusive des Gemüsesaatgut-Geschäfts am 1. August 2018 und für das Gemüsesaatgut-Geschäft am 16. August 2018 vollzogen, wodurch die auferlegte „Hold-Separate“-Verpflichtung erlosch. Der vorläufig erhaltene Kaufpreis betrug rund 7,3 Mrd. €. Aus den Transaktionen erzielten wir einen Veräußerungsgewinn von insgesamt rund 3,9 Mrd. € vor Steuern.

Für weitere Details zu den wesentlichen Ereignissen im Zusammenhang mit der Monsanto-Übernahme, einschließlich der relevanten Kapitalmaßnahmen, sowie zu den letzten Verkäufen von Covestro-Aktien verweisen wir ergänzend auf den Bayer-Zwischenbericht Q2 2018.

Am 10. August 2018 sprach ein Geschworenengericht in San Francisco, USA, einem Kläger einen Schadenersatz in Höhe von ca. 39 Mio. USD und einen Strafschadenersatz von 250 Mio. USD zu. Der Kläger behauptete, ein Monsanto-Produkt habe seine NHL-Erkrankung (Non-Hodgkin-Lymphom) verursacht. Wir halten die Entscheidung für falsch und hatten im September 2018 beantragt, das Urteil durch die zuständige Richterin, die auch dem Jury-Verfahren vorstand, überprüfen zu lassen. Im Oktober 2018 hat die Richterin entschieden, den Strafschadenersatz von 250 Mio. USD auf ca. 39 Mio. USD zu reduzieren. Der Schadenersatz in Höhe von ca. 39 Mio. USD wurde hingegen nicht reduziert. Auf der Grundlage der vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Einschätzungen von Aufsichtsbehörden weltweit sind wir jedoch weiterhin überzeugt, gute Argumente zur Verteidigung gegen die erhobenen Ansprüche zu haben und beabsichtigen, uns in diesem und den weiteren Produkthaftungsverfahren zu glyphosathaltigen Produkten entschieden zur Wehr zu setzen. Die nächsten beiden Gerichtsprozesse sind nach derzeitigem Stand im Februar 2019 vor einem einzelstaatlichen Gericht in der Stadt St. Louis bzw. vor einem Bundesgericht in San Francisco angesetzt. Die Verhandlungstermine in diesen und weiteren Verfahren können sich jedoch durch die Terminplanung und entsprechende Entscheidungen der zuständigen Gerichte noch ändern. Für weitere Details zu diesem Verfahrenskomplex verweisen wir auf den Abschnitt „Rechtliche Risiken“ im verkürzten Anhang des Konzern-Zwischenabschlusses.

Konzernstrukturveränderungen

Seit Abschluss der Übernahme von Monsanto ist das Geschäft vollständig berücksichtigt. Die an BASF veräußerten Geschäfte sind seit den jeweiligen Abschlüssen nicht mehr im Zahlenwerk enthalten. Der für Crop Science (und den Konzern) ausgewiesene Portfolioeffekt im Umsatz beinhaltet daher den Beitrag des Monsanto-Geschäfts seit dem 7. Juni 2018 abzüglich des Beitrags der veräußerten Geschäfte im Vorjahr nach dem 1. bzw. dem 16. August.

Vergleich zum Vorjahr